Die Aufzucht unserer Welpen

Die Welpen aus meiner Zuchtstätte erblicken das Licht der Welt in meinem Beisein, in ruhiger und harmonischer Umgebung. Wenn die Niederkunft naht, schlafe ich bei der Hündin im Wohnzimmer, um jegliche Anzeichen der nahenden Geburt mitzubekommen und um ihr zur Seite zu stehen. Die Geburt von Hundebabys ist immer wieder ein besonderes Erlebnis, welches ich im Grunde genommen nur als „Zuschauer“ voller Ehrfurcht und Respekt begleite, weil meine instinktsicheren Hundemamas selbst wissen, was tun ist, wenn ein Welpe geboren wird bzw. geboren ist.

 

Die ersten Lebenswochen der Golden-Retriever-Welpen, die für ihr künftiges Leben entscheidend sind, verbringen sie in meiner Wohnung in ruhiger Umgebung. Zusammen mit Artgenossen -wenn die Mama es erlaubt- und uns Menschen wachsen die Welpen behütet und gut versorgt auf. Meine Familie umsorgt die Welpen mit Liebe, viel Geduld und persönlicher Zuneigung. Gewichtskontrolle durch tägliches Wiegen und verteilen von Schmuseeinheiten sind bei uns ebenso selbstverständlich wie regelmäßiges Entwurmen in der zweiten, vierten, sechsten und achten Lebenswoche.

 

Mit dem Beginn der Sozialisierungsphase – ab der dritten/vierten Lebenswoche - bereiten wir die Welpen auf ihr künftiges Leben bei ihren neuen Besitzern vor. Der erste Schritt in ein selbständiges Hundeleben ist für die Welpen der Umzug aus der vertrauten Umgebung ihrer Wurfkiste in das eigens für Hundewelpen hergerichtete Welpenhaus. Hier haben die Kleinen alles, was das kleine Retrieverherz begehrt. Alle Welpen nutzen in kürzester Zeit die Möglichkeit, ihre Umgebung sauber zu halten, im dem sie lernen, durch eine Hundeklappe zu marschieren und das kleine und große Geschäftchen auf der Wiese zu erledigen.

 

Besonderen Wert lege ich auf die Einhaltung von Ruhephasen. Nach dem Füttern toben die Welpen etwa eine halbe Stunde durch den Garten. Wenn ich sehe, dass sich die ersten Racker zur Ruhe begeben, lasse ich sie in ihr Welpenzimmer marschieren, in dem sie in Ruhe schlafen können. In diesen Zeiten halten die Weplen ihren Schlafplatz auch schon komplett sauber.

 

Nach und nach biete ich dem Nachwuchs Spielmöglichkeiten an. Zerrspiele mit den Geschwistern sind ebenso beliebt wie das Suchen und Apportieren von geeigneten kleinen Bällen oder Ringen. Im Bällebad und in Rascheltunneln lernen sie, mit lauten Geräuschen umzugehen, diese als „unwichtig“ einzustufen und zu ignorieren. Natürlich ist ein Retriever kein Retriever, wenn er nicht von klein auf sein „Planschbecken“ hat und mehrmals täglich bei schönem Wetter baden kann. Auch diese Möglichkeit fehlt meinen Welpen nicht.

 

Selbstverständlich sorge ich für dosierte Sozialkontakte, die schon allein durch die häufige Anwesenheit der zukünftigen neuen Besitzer stattfindet. Kinder aus der Nachbarschaft dürfen gerne unter Aufsicht mit den Welpen spielen.

 

Ab der sechsten Woche lernen die Hundebabys, nachts ohne ihre Mama zu schlafen. Dies hat bisher bei allen Würfen super gut geklappt, weil meine Welpen in diesem Alter schon komplett auf ihr artgerechtes Frischfutter umgestellt sind und bei ihrer Mutter nur noch das „Schlückchen danach“ trinken. Tagsüber nehmen wir ein- bis zwei Welpen abwechselnd mit in die Wohnung, damit sie lernen, vom Geschwisterrudel getrennt die Vorzüge des „Alleinseins“ mit ihren Menschen zu genießen und natürlich auch, um Staubsauger, Küchenmaschine & Co. kennenzulernen. Kleine Autofahrten runden das Programm ab.

 

Auf diese Art und Weise findet eine ganz sanfte und für die Welpen unbemerkte Abnabelung von Mutter und Wurfgeschwistern statt.

 

Alle Welpen aus meiner Zucht sind dadurch in der Lage, ihr neues Zuhause - mit Hilfe und Fürsorge der neuen Besitzer - schnell und ohne lange zu trauern - anzunehmen.

 

Gestärkt durch die Sozialisierung im Kleinwelpenalter, geprägt durch das Kennenlernen vielfältiger Umweltreize während der wichtigsten Prägephase, vertraue ich meine Welpen ihren neuen Besitzern an. Nach dem Verkauf freue mich über jeden späteren Kontakt, Anruf oder gemeinsamen Spaziergang, bei dem ich die Entwicklung „meiner Kleinen“ Zwerge mit begleiten darf.

 

Selbstverständlich stehe ich meinen Welpenkäufern ein Hundeleben lang mit Rat und Tat als Ansprechpartner zur Verfügung.